Tauchmöglichkeiten

Malta

Anchor Bay:
Dies ist ein idealer Ort, wenn starke Nordostwinde das Tauchen in vielen anderen Gebieten unmöglich machen. Ins Wasser gelangt man über eine Pier. Der Boden fällt sanft ab und erreicht Tiefen von 28 Metern. Der Meeresgrund ist mit extrem großen, teilweise bizarren Felsformationen bedeckt, die einige sehr interessante Möglichkeiten zum Durchtauchen bieten. Das ist der ideale Lebensraum für Oktopusse, Zackenbarsche und noch größere Fische. Etwa 150 Meter von der Bucht entfernt befindet sich eine große Höhle, deren Boden in zehn Metern Tiefe liegt. Im Höhleninneren kann man leicht auftauchen und die kuppelförmige Decke mit ihrem reichhaltigen Rotalgenbewuchs bewundern. Ein Stück weiter öffnet sich durch die Spitze eines Felsvorsprungs ein großes Fenster. Üblicherweise sind während des gesamten Tauchgangs Papageienfische und mittelgroße Zackenbarsche zu sehen, gelegentlich auch Muränen.

Größte Tiefe: 28 Meter

Cirkewwa:
Diese Stelle, im Norden der Insel gelegen, war lange Zeit ein von örtlichen Tauchern bevorzugter Platz, hauptsächlich wegen seines eindrucksvollen Steilabfalls von acht bis 30 Metern. Das Gebiet zeichnet sich durch einen malerischen Bogen und zahlreiche Höhlen aus. Der Bogen ist eine Höhle mit einem großen Durchbruch im Dach; er formt eine schmale Felsbrücke, unter der man leicht in die Höhle gelangt.

Größte Tiefe: 36 Meter

Ghar Lapsi:
Ghar' bedeutet Höhle auf maltesisch, und Ghar Lapsi ist ein Fischerdorf an der Südküste. Der Zugang zum Wasser ist einfach. Nach dem Einstieg gelangt man mit wenigen Tauchzügen in ein flaches System vom Unterwasserhöhlen, durch deren zahlreiche Ausgänge die Sonnenstrahlen leuchten. Der Tauchplatz von Ghar Lapsi, hauptsächlich im Tiefenbereich von 15 bis 20 Metern, ist ein ausgedehntes Gebiet von parallelen Riffs und Senken mit den meisten Vertretern der typischen Mittelmeerfauna.

Größte Tiefe: 20 Meter

Qawra Point:
Dies ist die Nordspitze der St. Paul's Bucht. In der Gegend wurde ein großer römischer Anker aus dem Meer geborgen. Die Formation fällt zunächst langsam ab, bevor die Eintönigkeit der Posidoniawiesen einem steilen Abfall von 40 Metern weicht, wo das Licht der Taschenlampe die Pracht vieler seltsam geformten Schwämme enthüllt. Eine große C-förmige Höhle, die oft von braunen Adlerlachsen und Brassen bewohnt wird, rundet diesen langen Tauchgang ab.

Größte Tiefe: 50 Meter

Wied iz-Zurrieq:
Wied iz-Zurrieq ist ein Tal an der Südküste von Malta. Die steilen Abhänge des Tals setzen sich unter Wasser fort. Über einen kleinen Kai gelangt man ins Wasser. Der Grund ist übersät mit Felsstücken, die im Laufe von Jahrhunderten angetrieben worden sein müssen. Rechts von der Talmündung befindet sich eine kleine Höhle, deren Boden auf mehr als 30 Meter abfällt. Nachts, wenn sich die tagsüber versteckten Krabben hervorwagen, zeigt dieser Tauchplatz seine ganze Pracht.

Größte Tiefe: 30 Meter

Delimara Point:
An der Spitze der Halbinsel Delimara, hinter Marsaxlokk, markiert ein kleiner quadratischer Felsen dieses Tauchgebiet. In etwa neun Metern Tiefe beginnt ein Unterwasserriff. Es fällt langsam bis zu 12 Metern ab; dort entdeckt man einen senkrechten Abhang bis auf 25 Meter hinunter. Außerdem gibt es hier eine Höhle und einen senkrechten Tunnel, der bis zum Dach des Riffs reicht. Der Boden ist übersät mit einigen großen Felsen, zwischen denen sich der scheue Zackenbarsch zeigt. Dahinter, im sandigen Meeresboden, kann man häufig Stachelrochen sehen. Während des gesamten Tauchgangs sind verschiedene andere Fische und weiteres Meeresleben zu beobachten.

Größte Tiefe: 25 Meter

Marfa Point:
Das ist ein Küstentauchgang, der in einer flachen Lagune beginnt. Dort befindet sich ein auf etwa 18 Meter abfallendes Riff. Nicht weit entfernt liegt eine kleine Höhle mit einer Madonnen-Statue, die von einem örtlichen Tauchclub aufgestellt wurde. Große Mengen von Feuerwürmern und Kardinalfischen bevölkern das Riff. Der Tauchgang endet üblicherweise am Fuß eines schmalen Bogens in der Riffwand.

Größte Tiefe: 25 Meter

St. Paul’s Inseln:
Diese Inseln am Westeingang zur St. Paul's Bucht sind nur mit dem Boot zu erreichen. Auf den St. Paul's Inseln gibt es zahlreiche Tauchplätze; einer von ihnen soll der Ort sein, an dem der Heilige Paulus Schiffbruch erlitten hat. Davon ist allerdings nichts mehr zu sehen, doch es gibt andere Überreste wie einige Seitenplatten und Spanten eines alten Zerstörers, außerdem ein kleines Fährboot, das im Jahr 1984 absichtlich versenkt wurde. Eine algenbedeckte Christusstatue ist ebenfalls zu bewundern. Man kann auch einen Rifftauchgang im offenen Meer unternehmen: Der weißsandige Meeresboden ist bedeckt von Felsen und Posidoniagras, in dem sich zahlreiche Lippfische aufhalten. Auch breitschnäuzige Seenadeln sind im Seegras zu entdecken.

Größte Tiefe: 25 Meter

Ahrax Point:
Dies ist die Nordostspitze von Malta. An der Oberfläche gibt es zahlreiche Höhlen, in deren Inneren sich mehrere Tunnel befinden. Der Einstieg ist ein schmaler Meeresarm mit Wassertiefen von drei bis zehn Metern. Nach zehn Minunten Schnorcheln kommt man an einen Punkt, an dem sich zwei Möglichkeiten bieten: rechts ist ein an Meeresleben reiches Riff mit einem eindrucksvollen Steilabfall, links liegt der Eingang zu einer großen Unterwasserhöhle. Während des gesamten Tauchgangs gibt es jede Menge Kardinalfische, helle Korallen und rote Schwämme zu sehen.

Größte Tiefe: 25 Meter


Comino

Irqieqa Point:
Ein schmaler Landstreifen an der Südwestspitze von Comino, mit Steilabfall bis zu einer Tiefe von 40 Metern. Kalte Strömungen im klaren Wasser locken große Sardinen- und Dorschschwärme an, die von Stachelmakrelen, Zahnbrassen und manchmal auch von Thunfischen gejagt werden. Die felsübersäten Tiefen beherbergen Brassen und braune Adlerlachse.

Größte Tiefe: 50 Meter

Santa Maria Caves:
Wer die Bootsfahrt nach Comino unternommen hat und nun auf der Suche nach einem zweiten interessanten, flacheren Tauchplatz ist, der findet hier, was er sucht. Die Höhlen sind sehr schön und bieten dem Unterwasserfotografen endlose Möglichkeiten. Oktopusse, Muränen, Zackenbarsche und unzählige kleine Fische machen den Tauchgang zu einem entspannten Erlebnis.

Größte Tiefe: 20 Meter

Lantern Point:
Dieser Bootstauchgang startet in sechs Metern Tiefe von einer flachen Felsbank aus, wo man das Boot üblicherweise vor Anker legt. Oberhalb des Eingangs zu einem 'Kamin' fällt ein fast senkrechter Tunnel bis auf 16 Meter ab. Der Tunnel ist so breit, dass man es vermeiden kann, an die mit Feuerwürmern bewachsenen Wände zu stoßen. Etwas rechts außerhalb des Tunnels kann man unter einem massiven Felsen ein Labyrinth von Durchtauchmöglichkeiten genießen und dabei Seesterne bewundern. Hinter dem großen Felsen liegen in 50 Metern Tiefe Felsbrocken, die in einen sanften Anstieg übergehen. Dicht am Meeresboden liegende Ecken und Felsritzen beherbergen neben großen Zackenbarschen gelegentlich auch Zahnbrassen.

Größte Tiefe: 50 Meter

Cominotto Reef::
Cominotto ist ein der Nordwestspitze von Comino vorgelagertes kleines Inselchen. Nordwestlich von Cominotto liegt ein Unterwasserriff. Der Tauchgang ist nur vom Boot aus möglich; die Ankermöglichkeiten sind gut. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei 18 Metern; die größte Tiefe ist 36 Meter. Während des Tauchgangs stößt man auf massive Felsen mit interessanten Durchbrüchen und Höhlen, wo sich Lebewesen wie die grabende Seeanemone (Peachia cylindrica) und der Pfauenwurm verstecken. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Röhrenwürmern, Weichkorallen und roten Schwämmen, die dieser Schattenlandschaft Farbe verleihen.

Größte Tiefe: 36 Meter


Gozo

Dwejra Point:
Dwejra ist einer der spektakulärsten Tauchplätze Maltas, mit bis zu 60 Meter tiefem Wasser und vielen Höhlen und Felsbögen. Am eindrucksvollsten ist der 35 Meter lange Tunnel, der von landeinwärts ins offene Meer führt, wo der Boden jählings abfällt. Das klare Wasser und die Tiefen können trügerisch sein. Dieser Tauchplatz ist der richtige Ort für Taucher, die das reiche Meeresleben erkunden wollen.

Größte Tiefe: 60 Meter

The Blue Hole and The Chimney:
Dieser Tauchplatz liegt vor dem Azure Window an Fuße des Dwejra Point. Es ist ein Küstentauchgang, den man, ziemlich schwierig, zu Fuß über groben Korallenkalk erreicht. Immerhin sind in den Felsen, der hinab zum Blue Hole führt, Stufen geschnitten. Dabei handelt es sich um eine bis in 26 Meter Tiefe reichende natürliche Felsformation, die über die Jahrhunderte vom Wind und den Wellen herausgearbeitet wurde. Das Loch liegt etwa einen Meter über dem Meeresspiegel und misst nicht mehr als zehn mal fünf Meter. Schon einige Meter unter dem Wasserspiegel hat man jedoch, durch einen riesigen Torbogen hindurch, unbegrenzten Zugang zum Meer. Am Grund des Lochs befindet sich eine große Höhle. In den Kamin kann immer nur ein Taucher gleichzeitig durch einen Spalt im fast senkrechten Felsen einsteigen. Er öffnet sich in einer Tiefe von etwa acht Metern. Während des gesamten Tauchgangs sind die verschiedensten Fischarten, Seesterne und Borstenwürmer zu sehen. Der Tauchgang eignet sich hervorragend zum Fotografieren.

Größte Tiefe: 50 Meter

Crocodile Rock and Coral Cave:
Der krokodilförmige Fels liegt kurz vor der Küste zwischen Dwejra Point und Fungus Rock. Er ist sowohl mit dem Boot als auch von der felsigen Küste aus erreichbar. Wendet man sich nach Westen der linken Seite des Felsens zu, findet man eine quadratische Rutsche, die ins tiefere Wasser führt, wo eine Steilwand zum Vorschein kommt. Die Klippe fällt senkrecht bis zu 38 Metern Tiefe ab, wo das Seebett mit Felsen bedeckt ist. Hier sind Zackenbarsch- und Goldstriemenschwärme zu sehen. Wenn man sich vor der Klippe nach links wendet, erreicht man nach einiger Zeit die Korallenhöhle. Die Öffnung in etwa 22 Metern Tiefe erstreckt sich halbkreisförmig 20 Meter über den sandigen Grund. Im Inneren der Höhle kann man im Licht der Taschenlampe verschiedene Arten von Korallenschwämmen, Spitzenkorallen und den sehr seltenen Meeresgoldfisch sehen.

Größte Tiefe: 45 Meter

Fungus Rock:
Fungus Rock ist ein großer Felsblock in der Dwejra Bucht an der Westküste von Gozo. Der Zugang ist nur mit dem Boot möglich. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 40 Meter. Durch den nördlichen Teil dieses alleinstehenden Felsens zieht sich ein Durchbruch. Unter Wasser ist die Szenerie genauso eindrucksvoll wie darüber, mit senkrechten Wänden, Spalten, Schluchten und von Felsen geformten Höhlen, die den größten Zackenbarschen einen hervorragende Lebensraum bieten. Ein Blick nach oben zeigt nicht selten Thunfische, Stachelmakrelen und Barrakudas. Die Wände des Felsens sind bedeckt von Algen, Seeigeln, Rohrwürmern, Seesternen, Borstenwürmern und leuchtend roten Meereskartoffeln.

Größte Tiefe: 45 Meter

Reqqa Point:
Dies ist die nördlichste Landspitze Gozos. Die Küstenstraße ist holprig und der Einstieg auf grund des oft starken Seegangs schwierig, aber der Tauchgang ist fantastisch. Das Riff besteht aus einer Steilwand bei 30 Metern und fällt dann 60 Meter tief ab. Bei 15 Metern liegt ein herrliches Aussichtsplateau. Hier taucht man buchstäblich in einer Wolke von kleinen Fischen, die sich von den reichhaltigen Gewässern ernähren. Riesige Zahnbrassenschwärme feiern Fressgelage; die Zackenbarsche sind groß und zahlreich. Große Höhlen und das tiefe Wasser runden den Tauchgang ab.

Größte Tiefe: 60 Meter

Billinghurst Cave:
Billinghurst Cave ist westlich von Reqqa Point im Nordteil von Gozo zu finden. Die Spitze des Höhleneingangs liegt knapp oberhalb der Wasseroberfläche; der Boden befindet sich in 27 Metern Tiefe. Ein langer Tunnel, genannt 'The Railway Tunnel' (Eisenbahntunnel), führt zu einer weiteren Höhle tief im Inneren des Felsens, wo man auftauchen kann. Der Einstieg erfolgt über Reqqa Point. In der Höhle wird man von zahlreichen roten Schwämmen, Weichkorallen und anderen Arten von Meeresleben empfangen. Auf dem Rückweg ist der Anblick der vom äußeren Riff durch das blaue, offene Meer scheinenden Sonne atemberaubend - ein perfektes Motiv für Silhouettenfotografie.

Größte Tiefe: 30 Meter

Ghasri Valley:
Dieser Tauchplatz liegt zwischen Reqqa Point und Forna Poin an der Nordostküste von Gozo. Ghasri Valley ist ein spektakulärer, tiefer Canyon, der sich zum Meer hin weitet. Der Tauchplatz, auch als Blue Dome (blauer Dom) oder Cathedral Cave (Kathedralenhöhle) bekannt, ist ideal für alle Leistungsstufen. Er beginnt in flachem Wasser an einem Kiesstrand und geht bis in eine Tiefe von 30 Metern. Der Meeresboden ist bedeckt von Seeanemonen, großen, algenbewachsenen Felsen, Seeigeln und Seesternen. Auch Mönchsfische, Meerbrassen und Skorpionfische sind zu sehen; sogar auf Seepferdchen kann man treffen. Die Höhle selbst liegt nur fünf Meter unter der Wasseroberfläche. Sie führt durch ein kuppelförmiges Gewölbe, in dem man auftauchen und frei atmen kann. Der Höhlenboden ist von Felsen bedeckt. Am eindrucksvollsten ist allerdings der Blick hinaus auf den Ozean. Zum Ende des Tals hin, in etwa 20 Metern Tiefe, kann man Oktopussen und Zackenbarschen begegnen.

Größte Tiefe: 20 Meter

Double Arch Reef:
Dieser Tauchplatz liegt etwas östlich von Xwieni Bay an der Nordküste von Gozo. Man muss 200 Meter in nördliche Richtung schwimmen, bevor ein Steilabfall erreicht wird. In der Nähe befindet sich eine senkrechte Felswand mit zwei charakteristischen Durchbrüchen, bekannt als Double Arch Reef. Die Spitze des Felsens liegt in einer Tiefe von 16 Metern; der Rest reicht bis auf 36 Meter hinab. Der tiefere Bogen ist der größere der beiden Durchbrüche. Unterwegs trifft man auf von Tintenfischen bevölkertes Seegras, auf Oktopusse und sogar Seepferdchen. Auch große Barrakudaschwärme sind in dieser Gegend nicht selten.

Größte Tiefe: 36 Meter

Il-Kantra:
Dieser Tauchplatz liegt am Westeingang des Meeresarms Mgarr ix-Xini. An der Westseite des Meeresarms ist eine Anzahl von seltenen Fischen zu sehen, etwa der fliegende Knurrhahn, der rote Knurrhahn, der Himmelsgucker und mit etwas Glück der John Dory. Auch Meerbrassen, Skorpionfische, kleine Oktopusse und große Tintenfische sind anzutreffen. In zwei Höhlen kann man Seeanemonen und sogar in den Wänden versteckte Garnelen sehen. Der Meeresboden vor der Vorderseite der Klippe ist aus grobkörnigem Sand. Dazwischen wächst gelegentlich Seegras, über dem seltene Fischarten zu finden sind.

Größte Tiefe: 14 Meter

Xatt l-Ahmar:
Dieser Tauchplatz ist eine schmale Bucht südwestlich von Mgarr. Die Zugänge sind im allgemeinen an der Küste. Zu Beginn taucht man in etwa neun Metern Tiefe über einen breiten, waagrechten Felsvorsprung, der mit Seegras bewachsen ist. Hier findet man Sprotten und Sardinen. An der Kante fällt der Felsvorsprung bis auf etwa 22 Meter ab. Der Meeresboden ist hier von kleinen bis extrem großen Felsen bedeckt. Diese Felsen, die Lebensräume für kleine Oktopusse, Barben, Meerbrassen und andere Lebewesen bieten, dienen auch als Durchschwimmöglichkeiten. Während des ganzen Tauchgangs trifft man außerdem auf Papageienfische, Skorpionfische und Schwärme von Mönchsfische. Im Jahr 1999 wurde hier die Gozofähre Xlendi als künstliches Riff versenkt.

Größte Tiefe: 30 Meter

Xlendi Reef:
Xlendi Reef liegt in der Mitte der Xlendi Bucht. Teile des Riffs bilden eine Felsformation, die bis zu einem Meter über die Wasseroberfläche reicht. Das Riff ist bedeckt mit Seegras und kleinen Fischen. Außerdem sind große Mengen von Mönchsfischen, kleine Schwärme von Meeräschen und zahlreiche Arten von Lippfischen und Brassen zu sehen. Die Riffbasis ist übersät mit großen Felsen; das Ende des Riffs befindet sich unterhalb der steilen Klippen.

Größte Tiefe: 25 Meter

Xlendi Cave:
Die Xlendi Höhle befindet sich in der Xlendi Bucht. Die Bucht durchquert man am besten schwimmend, über oder unter Wasser. Die größte Tiefe dieses Tauchgangs ist 15 Meter. Die Höhle, ein gebogener Tunnel, führt von einer Seite der Felswand zur anderen. Am Eingang des Höhlenbodens sind Barben, Mönchsfische und Kardinalfische zu sehen. Die Höhlenwände leuchten in den hellen Farben der Seesterne, Schwämme, Algen und Borstenwürmer. Auf dem weiteren Weg durch den Tunnel findet man große Felsen, und nach und nach wird es flacher. Zum Ende des Tunnels hin ist der Meeresboden mit glatten Felsen und Kies bedeckt.

Größte Tiefe: 12 Meter


Wracken

HMS Maori:
Dieser Tauchplatz liegt unterhalb des Forts St. Elmo, vor einem Cafe, an dessen Wänden zalreiche Bilder von Zerstörern hängen, unter ihnen die HMS Maori. Die HMS Maori lief im Jahr 1937 vom Stapel. Sie hatte erhebliche Kämpfe im Mittelmeer, während des Norwegen-Unternehmens, bei Atlantik-Konvois und in der Nordsee zu bestehen. Am 12. Februar 1942 lag sie am Eingang zu Dockyard Creek vor Anker, als sie einen direkten Treffer im Maschinenraum erhielt und sank. Sie wurde später im flachen Wasser der St. Elmo's Bay bei einer Tiefe von etwa 15 Metern in den Sandboden gesetzt. Ihre Geschütze wurden abgebaut. Bug und Heck sind verschwunden, doch Teile der erhöhten Brücke sind noch vorhanden. Taucher können recht einfach durch große Öffnungen in der Steuerbordwand auf das Wrack gelangen. Obwohl es versandet ist, tummeln sich viele Fischarten und andere Lebewesen in und zwischen den mit grünen Algen und Rohrwürmern bewachsenen Trümmern.

Größte Tiefe: 15 Meter

The Tugboat Rozi:
Im Norden von Malta liegt Marfa Point. Hier befindet sich eine alte Mole aus Eisen, von der aus der Schlepper Rozi etwa 135 Meter entfernt im Meer liegt. Die größte Tiefe dieses Tauchgangs ist 36 Meter. Die Rozi war ein 40 Meter langer Schlepper, der im Jahr 1991 als Unterwasser-Attraktion für Glasbodenboot-Touren absichtlich versenkt wurde. Sie steht aufrecht im sandigen Meeresboden; mit Ausnahme der Maschinen und der Schiffsschrauben ist alles an ihr intakt. Dies ist einer der beliebtesten Tauchplätze Maltas; es gibt viel zu sehen und entdecken. Tausende von Fischen umschwärmen das Schiff, unter ihnen Meerbrassen, Skorpionfische, Regenbogenlippfische und Kardinalfische.

Größte Tiefe: 36 Meter

Um El Faroud:
1995 kam es an Bord der Um El Faroud zu einer verheerenden Explosion, bei der neun maltesische Dockarbeiter starben. 1998 wurde das Schiff schließlich versenkt, nachdem es drei Jahre im Hafen von La Valletta gelegen hatte. Nun steht es aufrecht auf dem sandigen Meeresboden südwestlich von Wied iz-Zurrieq. Über den Vorderfenstern des Steuerhauses ist eine Gedenkplatte für die Todesopfer angebracht. Die Um El Faroud wiegt 10 000 Tonnen bei einer Länge von 115 Metern. Die Oberseite der Brücke befindet sich in 18 Metern Tiefe, das Hauptdeck bei 25 Metern. Am Heck kann man Tintenfischen und Barrakudas begegnen. Auf der dem Hafen zugewandten Seite wimmelt es normalerweise von großen Brassen-, Papageienfisch- und Silversideschwärmen. Gelegentlich trifft man auf eine Stachelmakrele oder einen Thunfisch. Der Zugang ist ziemlich einfach, doch wegen der Größe des Wracks sollte dieser Tauchgang erfahrenen Wracktauchern vorbehalten bleiben.

Größte Tiefe: 36 Meter

Blenheim, Bomber:
Die Blenheim, ein leichter Bomber der englischen Luftwaffe aus dem Zweiten Weltkrieg, liegt in den Gewässern von Xorb il-Ghagin. Die Triebwerke und die Tragflächen sind noch intakt, doch der Vorderteil des Rumpfs ist abgebrochen und liegt mehrere Meter vor dem Hauptteil des Wracks. Dieser Non-Stop-Tauchgang in eine Tiefe von 42 Metern erfordert sorgfältige Planung. Das Wrack ist voll von interessantem Meeresleben.

Größte Tiefe: 42 Meter

Imperial Eagle:
Die Imperial Eagle ist eine ehemalige Fähre, die zwischen Malta und Gozo verkehrte. Der Schiffsrumpf liegt auf dem sandigen Meeresboden in einer Tiefe von 42 m, 300 m nord-östlich von Qawra Point. Der Frachtraum ist geöffnet und ermöglicht einen einfachen und interessanten Tauchgang.

Ganz in der Nähe befindet sich auch Statue von Jesus Christus, die 1990 vor ihrer Versenkung von Papst Johannes Paul gesegnet wurde und die Fischer von Malta beschützen soll.

Maximale Tiefe: 42 m